Stadtparlament: einfache Anfrage
Weil im Appenzeller Vorderland und in den angrenzenden St.Galler Gemeinden viele landwirt-
schaftlich genutzte Böden stark mit PFAS, sogenannten Ewigkeitschemikalien, belastet sind,
stellt sich die Frage, wie es in Gossau aussieht. Gossau wird nicht zu den PFAS-Verdachtsge-
meinden gezählt. Die Frage ist, ob dafür Abklärungen vorgenommen wurden. Die Gossauer Be-
völkerung sollte wissen, ob die lokal produzierten Lebensmittel unbesorgt verzehrt werden
können. Zudem muss bei grösseren Erdbewegungen abgeklärt werden, ob der Aushub eine er-
höhte PFAS-Belastung aufweist, damit belasteter Aushub nicht weitergestreut wird.
Die SP-Fraktion bittet den Stadtrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Bis wann wurde auf Gossauer Böden zum Düngen Klärschlamm ausgebracht und aus
welchen Kläranlagen stammte dieser? - PFAS können auch durch den Einsatz von Löschschaum in den Untergrund gelangen.
Weiss man, wo und wann es in Gossau zu grösseren Löschschaumeinsätzen gekommen
ist? - Gibt es für das Gossauer Gemeindegebiet aussagekräftige PFAS-Untersuchungen?
Wenn ja:
- Wie sehen die Ergebnisse aus? Welche Böden sind wie stark belastet?
Wenn nein: - Ist der Gossauer Stadtrat bereits auf das kantonale Amt für Umwelt zugegangen,
damit es das Gossauer Kulturland zonenweise auf PFAS-Rückstände untersucht? - Wann kann die Bevölkerung mit Untersuchungsergebnissen rechnen?
- Wird bei grösseren Erdbewegungen abgeklärt, ob die Böden mit PFAS belastet sind?
- Wo wird PFAS belastetes Erdreich deponiert?
Gossau, 11.08.2026 Patrick Huber