Sind Gossauer Böden mit PFAS belastet?

Stadtparlament: einfache Anfrage

Weil im Appenzeller Vorderland und in den angrenzenden St.Galler Gemeinden viele landwirt-
schaftlich genutzte Böden stark mit PFAS, sogenannten Ewigkeitschemikalien, belastet sind,
stellt sich die Frage, wie es in Gossau aussieht. Gossau wird nicht zu den PFAS-Verdachtsge-
meinden gezählt. Die Frage ist, ob dafür Abklärungen vorgenommen wurden. Die Gossauer Be-
völkerung sollte wissen, ob die lokal produzierten Lebensmittel unbesorgt verzehrt werden
können. Zudem muss bei grösseren Erdbewegungen abgeklärt werden, ob der Aushub eine er-
höhte PFAS-Belastung aufweist, damit belasteter Aushub nicht weitergestreut wird.
Die SP-Fraktion bittet den Stadtrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Bis wann wurde auf Gossauer Böden zum Düngen Klärschlamm ausgebracht und aus
    welchen Kläranlagen stammte dieser?
  2. PFAS können auch durch den Einsatz von Löschschaum in den Untergrund gelangen.
    Weiss man, wo und wann es in Gossau zu grösseren Löschschaumeinsätzen gekommen
    ist?
  3. Gibt es für das Gossauer Gemeindegebiet aussagekräftige PFAS-Untersuchungen?
    Wenn ja:
  • Wie sehen die Ergebnisse aus? Welche Böden sind wie stark belastet?
    Wenn nein:
  • Ist der Gossauer Stadtrat bereits auf das kantonale Amt für Umwelt zugegangen,
    damit es das Gossauer Kulturland zonenweise auf PFAS-Rückstände untersucht?
  • Wann kann die Bevölkerung mit Untersuchungsergebnissen rechnen?
  1. Wird bei grösseren Erdbewegungen abgeklärt, ob die Böden mit PFAS belastet sind?
  2. Wo wird PFAS belastetes Erdreich deponiert?

Gossau, 11.08.2026 Patrick Huber

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