Gesamtverkehr in Gossau neu gestalten

Mitten im Feierabendverkehr führte die SP Gossau ihren diesjährigen Stadtspaziergang durch;diesmal zum Thema Gesamtverkehrskonzept (GVK). Die städtische Verkehrsplanerin BettinaAnderau-Latzer besuchte mit den Teilnehmenden mehrere Schlüsselstellen des Verkehrsnetzes und erklärte vor Ort die Kernpunkte des GVK: Durchgangsverkehr konzentriert sich auf die Hauptachsen, Verkehrsfluss dank Verkehrsmanagement, Modalsplitveränderung zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs, Verkehrsberuhigung in den Quartieren.

Vor dem Rathaus konnte Parteipräsident Ruedi Blumer über 20 Teilnehmende begrüssen. Er bedankte
sich bei Frau Anderau für die Bereitschaft, das Gesamtverkehrskonzept auf dem Rundgang durch Re-
alanschauung und Information genauer vorzustellen.
Erste Station war der Bächtigerplatz und die mit ihm verbundene Begegnungszone vor dem Bahnhof.
Gemäss der Verkehrsplanerin wird die Begegnungszone ihrer Aufgabe nicht gerecht. Sie ist vor allem
Parkplatz und Schleichverkehrsroute zwischen Herisauerstrasse und Zentrum. Gemäss Gesamtver-
kehrskonzept soll nun eine Studie erstellt werden, ob die Verbindung unterbrochen werden kann.
Zweite Station war das Stadtbühlpärkli. Beim Blick auf die Herisauerstrasse konnte die Teilnehmer-
schar feststellen, wie herausfordernd und gefährlich die Querung dieser Strasse für Velofahrende und
Fussgänger trotz neuer Markierungen ist. Im Zusammenhang mit den nahe gelegenen Sportwelten ist
eine sichere Querung dringlich (gesucht).
An der Bedastrasse war der dritte Halt. Hier kam die neue Buslinie 150 zur Sprache. Erfreulicherweise
wird diese seit kurzem auch dank Unterstützung der Industrie bis zum Wendepunkt Sommerau geführt.
Auf die Frage von Teilnehmenden, weshalb bei der Abendruh keine Bushaltestelle eingerichtet wurde,
erklärte die Verkehrsplanerin, dass dies angestrebt wurde, aber die Platzverhältnisse dies wegen vieler
Ein- und Ausfahrten und privater Parkplätze nicht zuliesse.
Der Stadtspaziergang führte weiter zur Einmündung Ringstrasse – Flawilerstrasse. Durch den Wegzug
des Holzbetriebes Eisenring entsteht die Möglichkeit, auf dem 50‘000m2 grossen Areal eine klimage-
rechte Überbauung mit deutlich weniger Parkplätzen als bisher üblich zu planen.
Haltestation fünf war die Wilerstrasse, an welcher das kantonale Projekt „Geh- und Radweg Wi-
lerstrasse“ nicht vom Fleck kommt. Anders sah es beim letzten Halt auf der Haldenstrasse aus. Auf der
kürzlich fertig gestellten „grünen“ Velostrasse werden täglich bis 1000 und mehr Velos gezählt. Nach
Aussagen von Bettina Anderau erhielt das Projekt von der Bevölkerung schon sehr viel Zuspruch.
Die Verkehrsplanerin erwähnte zum Schluss die Bedingungen für die erfolgreiche Umsetzung des
GVKs: Genügend personelle und finanzielle Ressourcen seitens der Stadt und seitens der Bevölke-
rung die Bereitschaft, das Mobilitätsverhalten zu Gunsten von Fuss, Velo und öV zu verändern.
Den Abschluss eines interessanten Rundganges bildete ein Apéro im Kafi mit Herz.

SP Gossau-Arnegg
Weitere Auskünfte
Ruedi Blumer, Präsident SP-Gossau-Arnegg, 079 465 43 07

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